Schachenhaus Teil 2 – Die Übernachtung

Nachdem wir nun endlich am Schachen angekommen waren, haben wir uns erstmal etwas zu trinken genehmigt. Danach haben wir uns unsere Betten zeigen lassen. Die Hütte war voll, trotz des Regens. Da wir erst ziemlich spät gebucht hatten, waren nur noch Plätze im Bettenlager frei. Wir mussten im Nebenhaus eine steile Stiege hinauf. Im Vorraum muss man die Wanderstiefel ausziehen. Dort gibt es auch eine Toilette, falls man nachts mal hoch muss, denn die eigentlichen Toiletten und Waschräume sind im Haupthaus. Unsere Betten waren im größeren Lager. 24 Personen finden hier Platz, auf jeder Seite des Ganges sind 12 Matratzen dicht nebeneinander gelegt. Unsere Betten waren fast ganz hinten auf der rechten Seite. Für jeden gibt es ein kleines Kissen und zwei Wolldecken (kratzige von der Bundeswehr). Wir haben erstmal unsere Hüttenschlafsäcke ausgepackt und uns trockene Shirts angezogen. Die Hüttenschlafsäcke sind nur ganz dünn und dienen ausschließlich dazu, vor den kratzigen Wolldecken zu schützen, die dazu nicht besonders oft gewaschen werden… (Wenn überhaupt…?!)

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Leider bekomme ich das Bild nicht gedreht. Hochkantbilder kann ich gar nicht mehr einstellen, weil die alle quer liegen…
Entweder Kopg drehen oder mit Bildbearbeitung arbeiten 😉

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Dann haben wir unsere nassen Jacken und Mützen im Trockenraum aufgehängt. Da war es herrlich warm und auch schon ziemlich voll. Jetzt hatten wir uns ein zünftiges Abendessen verdient. Sascha und ich hatten Kässpatzen mit Röstzwiebeln und Alex Leberkäs mit Brot. Die Portionen waren riesig! Dazu gab es Weizenbier (mit Alkohol!) und Johannisbeerschorle. Vorher hatten wir noch Pfefferminztee, zum warm werden. Bis das Essen kam, haben wir noch ein bisschen gespielt und anschließend haben Alex und Sascha ein Mandala ausgemalt. Ich wurde auf einmal furchtbar müde und habe mich schon mal bettfertig gemacht. Aber meine Männer kamen auch bald. So früh – es war noch nicht einmal 20.00 Uhr – waren wir lange nicht im Bett. Aber wir waren nicht die einzigen.

Sascha ist ziemlich schnell eingeschlafen. Ich wurde noch lange von Alex wach gehalten, der ein Hörspiel auf meinem Handy gehört hat. Bei jedem Wort, bei jeder Bewegung oder Geräusch ging Alex Kopf wieder hoch. Bei 24 Personen in einem Raum kommt man so natürlich nicht zum Schlafen. Irgendwann ging dann aber auch das Licht aus und es wurde ruhiger.

Ich bin nachts ein paar Mal aufgewacht, weil Leute mit Taschenlampen durch den Raum geisterten. Offenbar mussten nachts so einige Leute zur Toilette. Ich habe jedenfalls nicht so schlecht geschlafen, wie ich befürchtet hatte. Gegen 6.45 Uhr sind wir aufgestanden.

Duschen gibt es keine, auch kein warmes Wasser… Da wir noch zum Schloss Neuschwanstein wollten, habe ich mir die Haare unter dem Hahn mit kaltem Wasser gewaschen – danach war ich definitiv wach!

Fortsetzung folgt…

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