Die Kaisergalerie – ein wiederentdecktes Juwel

Schon seit einiger Zeit hatte ich vor, mir einmal anzusehen, was an dem Ort wiederentdeckt wurde, an dem so lange das Ohnsorg Theater residiert hatte: die Kaisergalerie in den Großen Bleichen. 1881 besuchte Kaiser Wilhelm I. Hamburg. Da der Senat noch kein geeignetes Gästehaus hatte, wohnte er in Baron Jenischs Patrizier-Palast (1907 abgerissen). Heute steht dort die Kaisergalerie.

Ich hatte Glück, es war noch sehr früh, fast kein Laden war geöffnet und so waren kaum Menschen in der Einkaufspassage. Gut für Fotos.

Kaisergalerie Passage

Kaisergalerie Hamburg Passage

Kaisergalerie Kaisergalerie Eingang Kaisergalerie Fassade Kaisergalerie Hamburg

Bei der Kaisergalerie handelt es sich um ein historisches Kontorhaus. 1907 bis 1909 erbaut wurde das Gebäude von 2011 bis 2013 nach dem Auszug des Ohnsorg Theaters restauriert – oder revitalisiert, wie es bei Quantum heißt – und erstrahlt seit 2014 im neuen / alten Glanz. Investoren für den 20 Millionen Euro Umbau waren Alstria und die Quantum AG. Auf der Seite der Quantum AG findet sich ein ausführliches Exposé, in dem sich auf Seite 11 auch wunderschöne historische Fotos befinden. Offenbar sind auch noch einige Flächen frei, wer also Bedarf hat.

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Die Sandsteinsäulen sind 7,50 Meter hoch uns sehen aus wie neu. Sind sie aber nicht. Man hat aber extra Experten besorgt, die auf die Restaurierung solcher Sandsteinelemente spezialisiert sind. Wunderschön sind die großen Ringleuchten, die die Passage sanft erhellen. Sie sind natürlich ganz neu, passen aber hervorragend hier hin. Zwei große Lufträume sorgen für Tageslicht. Auch Büros befinden sich im Gebäude. Insgesamt verfügt die Kaisergalerie über sieben oberirdische Geschosse und ein Untergeschoß. Natürlich ist das Gebäude denkmalgeschützt.

Kaisergalerie Hamburg Detail Säule

Diese Säule will ganz hoch hinaus. Kaisergalerie Hamburg

Kaisergalerie Passage mit 1. OG Herrlicher Sandstein image014 image016 image018 image020
Wenn man einmal durch die Galerie hindurch geht, kommt man am anderen Ende am Bleichenfleet heraus. Eigentlich könnte man hier am Fleet entlang direkt bis zur Alten Post lustwandeln, doch ein Zaun versperrt den Weg. Ein Nachbar-Eigentümer will den Zaun nicht abbauen, Verhandlungen laufen angeblich, aber noch ist der Weg versperrt.

Am Neuerwallfleet

Ein Zaun versperrt den Durchgang zur Alten Post.

Blick zur Poststraße

Blick zur Poststraße

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Aber ein Weg führt zum Bleichensteg, der schließlich am Neuen Wall endet.

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Ich bin dann noch ein bisschen weiter gegangen, immer am Neuerwallfleet entlang, bis zur Straße Alsterarkaden. Wir befinden uns hier übrigens am Alsterwanderweg.

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Von hier hat man einen guten Blick auf die Großbaustelle am Alten Wall. Hinter dem Bucerius Kunst Forum wurde die ganze Häuserzeile komplett entkernt, nur die Fassaden sind noch stehen geblieben.

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Ich hatte ja Brücken entdeckt, von denen ich hoffte, Sabine von Hamburgs Brücken hätte sie noch nicht. Dies war natürlich ein Irrglaube. Später sollte ich feststellen, dass Sabine sowohl den Bleichensteg als auch die Adolphsbrücke bereits hat. Auch Fotos über die Kaisergalerie hatte sie bereits bei Google+ gepostet. Sie war wieder mal schneller als ich. Diese Fotos muss ich aber mal veröffentlichen. Es war so still an diesem Morgen, dass es unheimlich schöne Spiegelungen gab. Richtig gemerkt habe ich das eigentlich erst auf den Fotos.

Blick von Alsterarkaden zur Adolphsbrücke

Blick von Alsterarkaden zur Adolphsbrücke

Detail einer Laterne auf der Adolphsbrücke

Detail einer Laterne auf der Adolphsbrücke

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Dafür entdeckte ich etwas anderes: Ein Taucher war im Alsterfleet und schweißte offenbar an einer Spundwand. Das war natürlich richtig spannend. Ich habe lange dort gestanden, aber mehr als den Kopf mit dem Helm und ab und an mal einen Arm bekam ich nicht zu sehen. Als ihm neues Material ins Wasser gereicht wurde, habe ich aufgegeben und bin nach Hause gegangen.

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Ein Taucher schweißt im Alsterfleet. Hamburg

 

 

 

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